Weltweit zu wenig Pflanzen auf den Tellern junger Menschen

6.8.2026
Der Idealfall: Kinder naschen zusammen Obst und Gemüse

Es ist der Klassiker am Abendbrottisch: „Iss dein Gemüse auf!“ – „Igitt, Grünzeug!“

Weltweit essen Kinder und Jugendliche zu wenig pflanzliche Lebensmittel. Auch in Wohlstandsländern mit hohen Pro-Kopf-Einkommen reicht der Konsum nicht aus für eine rundum gesunde Lebensweise.

Eine aktuelle Auswertung von Ernährungsdaten aus 185 Ländern zeigt: Der Konsum von Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen bleibt deutlich hinter evidenzbasierten Empfehlungen zurück. Zu dieser Erkenntnis kommt ein Team der Tufts University in Boston und publiziert die Erkenntnisse in BMJ Global Health von Juli 2026.

Die allgemein akzeptierte Vorgabe von „5 Portionen pro Tag“ wird von keiner der untersuchten Altersgruppe erreicht: Zwischen 1,2 (Kleinkinder) und 3,5 (Teenager) sind es im Schnitt. Dabei essen jüngere Kinder in Ländern mit hohem Einkommen vergleichsweise mehr pflanzliche Lebensmittel, mit zunehmendem Alter wird es aber deutlich weniger – vielleicht, weil sich junge Erwachsene kaum noch sagen lassen, sie sollen ihr Gemüse aufessen.

Parallel zeigen sich deutliche Unterschiede hinsichtlich Bildung, Wohnort und Geschlecht: Mehr Bildung bedeutet gesündere Nahrung, und Mädchen sind dem Ziel dabei näher als Jungen.

Das Gesamtergebnis zeigt e ine unzureichend pflanzenbasierte Ernährung junger Menschen. Gezielte Strategien könnten hier ansetzen, indem Kita- und Schulverpflegung angepasst und womöglich finanzielle Anreize die Zugänglichkeit zu Obst und Gemüse verbessern. Auch wenn der Trend in die richtige Richtung geht, besteht weiterhin Handlungsbedarf.

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