Wird sich Endometriose bald an Biomarkern im Blut erkennen lassen?

Der Leidensweg von Frauen mit Endometriose wird sich möglicherweise bald verkürzen lassen – zumindest, bis die Diagnose feststeht. Eine neue Studie aus Edinburgh entdeckt bestimmte Androgene als mögliche Grundlage für einen Bluttest zur sicheren Erkennung (European Journal of Endocrinology 2026).
Die Endometriose, gekennzeichnet durch versprengte Inseln der Uterusschleimhaut, wird noch immer oft spät erkannt – meist erst nach Jahren belastender Schmerzen und wiederholter Operationen.
Bisher wurde getastet, sonografiert und tomographiert, um die sichere Diagnose zu stellen, manchmal sogar operiert. Ein Hinweis im Blut, ein sogenannter Biomarker, fehlte bislang. Nun hat man ihn in einer schottischen Studie womöglich gefunden: Bei Patientinnen mit Endometriose sind bestimmte Nebennieren-Androgene (maskuline Hormone) im Blut erhöht.
Ein Forschungsteam arbeitet nun daran, aus den Ergebnissen der Studie einen Bluttest abzuleiten. Bauchspiegelungen und andere diagnostische Eingriffe wären dann nicht mehr nötig, um „normale“ Regelschmerzen von einem komplexeren Krankheitsbild abzugrenzen. Dies würde für Patientinnen einen früheren Zugang zu wirksamen Therapien bedeuten.
Für das Gesundheitssystem und die klinische Forschung entstehen neue Chancen: Nun muss der Bluttest in weiteren Studien validiert werden, bevor er Teil der Standarddiagnostik werden kann.
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