Süße Getränke, bittere Folgen? Was Zucker in der Schwangerschaft anrichten kann

Eine neue Studie aus Japan unterstreicht einen Sachverhalt, den wir mindestens schon geahnt haben:
Regelmäßiger Konsum von Süßgetränken während der Schwangerschaft schadet dauerhaft dem Ungeborenen. Genauer: Der Hirnentwicklung. Interessanterweise gilt dies nicht nur für Industriezucker, sondern auch für Fructose, die günstig aus Maissirup gewonnen wird und eine stärkere Süßkraft mitbringt, also häufig den Weg in süße Erfrischungen findet.
Worum genau geht es?
Jetzt wird es etwas speziell: Die Forschenden sehen als Ursache einen möglichen Mechanismus über epigenetische Veränderungen in neuronalen Stammzellen, also in jenen Zellen, aus denen sich unser Gehirn überhaupt erst entwickelt. Die Studie ist zwar kein endgültiger Beweis dafür, liefert aber wichtige Hinweise. Experimente mit trächtigen Ratten belegen eine verminderte Neubildung von Nervenzellen in den Gedächtniszentren, fanden die Forscher:innen der Fujita Health University in Toyoake (Yamada et al. in Stem Cell Reports 2026).
Wie üblich macht die Dosis das Gift – es gibt noch keine Hinweise darauf, dass eine Cola am warmen Sommerabend den Grundstein für irreparable Schäden legt. Jedoch stellt sich, wie schon so oft, die unangenehme Frage, ob wir beim Zuckerkonsum zu Recht nachsichtiger sind als bei Alkohol und Nikotin während der Schwangerschaft.
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