KI in der Onkologie heute: Wie wir früher erkennen und gezielter behandeln

Der Einsatz von KI in der Krebsmedizin ist längst kein Luftschloss mehr. Ununterbrochen wird der Einsatz künstlicher Intelligenz zur Erkennung, Bestimmung und Quantifizierung von Tumoren weitererprobt.
Ärztliches Personal kann und soll dabei nicht ersetzt werden, doch die KI kann dabei unterstützen, in bildgebender Diagnostik und Gewebeproben bestimmte Muster schneller und zuverlässiger zu detektieren.
Das Potenzial zeigen zwei aktuelle Beispiele:
- In der Mammographie unterstützt KI Radiolog:innen dabei, auffällige Veränderungen schnell zu erkennen. Das kann dazu beitragen, Brustkrebs früher zu entdecken, ohne dass die Befundungszeit dabei erhöht wird. Diese Ergebnisse wurden publiziert in European Radiology für August 2026.
- KI wurde auch bei Rektumkarzinomen, um Gewebeproben vor Therapiebeginn genauer auszuwerten. Dabei scheinen bestimmte Patient:innen von einer zusätzlichen Chemotherapie besonders profitieren zu können, während andere womöglich vor einer belastenden Behandlung ohne ausreichenden Nutzen bewahrt werden. Veröffentlicht wurde dies in eBioMedicine für August 2026.
KI kann also nicht nur dabei helfen, den Krebs zu finden, sondern auch dabei, die weitere Behandlung zu planen: Welche Therapie passt zu diesem Tumor, diesem Fundort, diesem Menschen?
Noch sind solche Ansätze sorgfältig zu prüfen und in weiteren Studien zu bestätigen, aber die eingeschlagene Richtung erscheint vielversprechend. Mehr Präzision und schnellere, fundiertere Entscheidungen weisenden Weg in eine effiziente, zunehmend individualisierte Krebsmedizin.
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