Einsamkeit kann Herzen wirklich brechen lassen

Menschen, die einsam sind, leiden nicht nur unter den für sie zu geringen sozialen Kontakten, sondern haben ein signifikant erhöhtes Risiko für Herzklappenfehler, wie eine aktuelle Studie (JAHA 3/2026) gezeigt hat.
Die Analyse von fast einer halben Million Erwachsenen mit knapp 14 Jahren Nachbeobachtung konnte das beweisen. Dabei wurde für die ansonsten bekannten klassischen Risikofaktoren wie Alter, Rauchen, Fettleibigkeit, Blutdruck und genetisches Risiko korrigiert.
Metaanalysen zeigen, dass empfundene Einsamkeit noch sehr viel stärker als soziale Isolation das Risiko für KHK, Schlaganfall, Herzinsuffizienz und Mortalität um etwa 20 bis 30 Prozent erhöht, vergleichbar mit anderen psychosozialen Faktoren. Neben Verhaltensfaktoren (Rauchen, Bewegungsmangel, Adipositas) spielen Stresspegel, Blutdruckanstieg und Entzündungsprozesse eine Rolle und beschleunigen die vaskuläre und strukturelle Alterung, inklusive die der Herzklappen.
Für die klinische Praxis bedeutet das: Einsame Patientinnen und Patienten sind nicht nur psychisch belastet, sondern tragen ein objektiv erhöhtes Risiko für frühere kardiovaskuläre Auffälligkeiten und schlechtere Prognosen nach kardiologischen Ereignissen.
Einsamkeit ist längst eine Epidemie unserer modernen Welt. Jetzt wissen wir, dass sie nicht nur schmerzt, sondern unsere Herzen buchstäblich krank machen kann. Was können wir dagegen tun? Ein Anruf oder eine Textnachricht, und schon kann ich einen anderen Menschen glücklicher und ein bisschen gesünder machen!
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